Der Frauenverein Männedorf berichtet

Wüsse und Gnüsse: Führung durch "The Circle" am Flughafen Zürich

Die Gestaltung des Circles, welcher vom Architekten Riken Yamamoto auf einer Serviette entworfen wurde, stellt das verbindende Element zwischen dem Flughafen Zürich und dem angrenzenden Park dar. Der Circle soll mit seinen gepflasterten Gassen und Plätzen an das Niederdorf erinnern.

Der Circle, dessen Bauvolumen ca. 1000 Einfamilienhäusern entspricht und in der Erstellung rund 1.2 Mrd. CHF gekostet hat, bietet zwei Hotels, ein Kongresszentrum, unzählige Restaurants, Bars und Geschäfte, eine Kita, eine ambulante Station des Universitätsspitals Zürich und viele weitere Gesundheitseinrichtungen, grosse Informatikfirmen, Banken und vieles mehr.

Die Besitzer, der Flughafen Zürich mit 51% und die Swisslife mit 49%, hatten ein grosses Interesse an einem nachhaltigem Bau. So haben die 1150 Pfeiler, welche aufgrund der Sumpflandschaft, auf der sich die Gebäude befinden, benötigt wurden, nicht nur eine Stützfunktion. Knapp 1000 dieser Pfeiler sind auch Erdsonden, welche die Versorgung mit Wärme und Kälte sicherstellen. Eine weitere Energiegewinnung ist zudem die Photovoltaikanlage. Die Toiletten werden mit Regenwasser gespült, in den Büros gibt es nur Kaltwasser. Damit sich die über 9000 Fenster nicht zu sehr aufheizen, sind diese fünffachverglast.

Generell wird mehr Energie fürs Kühlen der Gebäude benötigt als zum Heizen. Die gesamte Anlage imponiert mit ihrer ausgeklügelten Technik und dem Labyrinth unter der Erde, welches 4 Wärmepumpen, die elektrische Versorgung, die Regenwasseraufbereitung, die An- und Abfahrten für Lieferanten und auch ein Parkhaus beinhalten.

Die Führung durch den Circle war ausserordentlich interessant. Im Anschluss genossen die meisten Teilnehmerinnen noch einen feinen Cocktail in der, sich ebenfalls im Circle befindenden, Sablier Rooftop Bar.

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